Herr Jakob zum Thema Virus

“Herr Jakob?”
[…]
“Herr Jaaaakob!?”
[…]
“Ah, da sind Sie! Dachte ich es mir doch – Sie liegen noch im Bett!”
“Huch, äh, ich.. ja aber sicher liege ich noch im Bett. Hätten Sie nicht anklopfen können?”
“Pardon, das ist mir im Eifer des Gefechts untergegangen.”
“Gefecht? Welches Gefecht denn?”
“Na der Virus, die Pandemie, der Ausnahmezustand! Jetzt sagen Sie nicht, das hätten Sie nicht mitbekommen!”
“Doch, natürlich. Anfang März wollte ich aufstehen – und da befand sich ja schon die halbe Welt im Ausnahmezustand. Da dachte ich mir: Da bleibst du halt einfach im Bett. So einfach ist das.”
“Hamstern Sie nicht? Nicht mal ein kleines bisschen?”
“Ich, hamstern? Wozu soll das denn gut sein? Meinen Sie etwa, Sie würden mit zehn Packungen Toilettenpapier besser durchs Leben kommen als sonst?”
“Aber wenn… also ich meine, man muss doch jetzt…, also zumindest Dosen, Nudeln, Reis…”
“Vergessen Sie den Schokopudding nicht. Im Hunderterpack, mindestens.”
“Herr Jakob!”
“Und die Sahne obendrauf.”
“Das ist nicht lustig!”
“Nein, lustig ist das überhaupt nicht. Wenn alle losrennen und alles in Mengen kaufen, als wollten Sie morgen ein Restaurant eröffnen…”
“Die sind so gut wie dicht.”
“Ach, die Restaurants auch schon?”
“Ja.”
“Na, dann gehen Sie halt ins Bett.”